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Red Brick: Raspberry Pi Alternative Made in Germany

Geschrieben von Tony

Der deutsche Hersteller Tinkerforge hat mit dem RED Brick eine neue Alternative für den Raspberry Pi auf den Markt gebracht. Der Brick lässt sich frei programmieren und bietet ähnliche Funktionen wie der Raspberry Pi. Gleichzeitig ist das Board das Herzstück für zahlreiche Erweiterungsplatinen, sogenannte Bricks. RED steht dabei für Rapid Embedded Development. Bei dem Bisherigen Brick-System bestand das Problem, dass eine dauerhafte Verbindung zu einem Host-Computer notwendig war, um das jeweilige Erweiterungsboard und dessen Funktionen zu nutzen. Diese Rolle übernimmt jetzt der RED Brick.

Die Hardware

Der RED Brick ist mit einem Allwinner A10s Cortex A8 Prozessor ausgestattet und arbeitet im Takt von 1 GHz. Als Grafikeinheit ist eine 3D Mali400 GPU im SoC enthalten. Weiterhin verfügt das Board über 512 MB DDR3 SDRAM und über einen Micro-SD-Kartenslot als Flash Speicher. Auf einer Speicherkarte kann das Image des Betriebssystem ähnlich wie beim Raspberry Pi untergebracht und genutzt werden.

Als Betriebssystem gibt Tinkerforge Debian Linux an. Dieses steht in einer „Full“- und in einer „Fast“-Variante zur Verfügung. Grundlegend unterscheiden sich die Systeme darin, dass das Full-Image einen GPU Treiber, LXDE und einen X-Server verfügt.

Mit Abmessungen von 40 x 40 x 16mm ist die Platine kleiner als der Raspberry Pi. Das Board hat laut Herstellerseite eine Stromaufnahme von 0,75 Watt (Leerlauf: 5V / 150 mA, Volllast: 5V / 220 mA).

Anschlussmöglichkeiten

Die Stromversorgung des RED Brick erfolgt über einen Mini-USB-Anschluss. Außerdem ist der Einplatinencomputer mit einem USB-Host-Anschluss und einem Micro-HDMI-Anschluss (Typ D) ausgestattet. Über die Mini-USB Buchse kann der Brick mit einem PC seriell verbunden werden.

Das Board ist ebenfalls schon mit GPIO Pins ausgestattet, nur können diese softwareseitig von Tinkerforge noch nicht vollständig genutzt werden. Mit Hilfe von 2 Stapel Verbindern kann der RED Brick um bis zu 8 andere Bricks (Erweiterungsplatinen), als auch 2 Master Extensions verbunden werden. Durch einen Ethernet-Brick kann somit eine Netzwerkschnittstelle nachgerüstet werden.

Der RED Brick kann derzeit für knapp 70 Euro im Onlineshop von Tinkerforge bestellt werden.

Der Brick unterstützt die Programmiersprachen C/C++, C#, Delphi/Lazerus, Java, JavaScript, Perl, PHP, Python, Ruby und Shell, sowie MATLAB/Octave ,Visual Basic und NET.

Praktischer Start

Der Red Brick Einplatinencomputer funktioniert im normalen Betrieb als eigentständiges System. Für den ersten Start bzw. die Konfiguration des Boards ist es allerdings notwendig diesen via USB mit einem Computer zu verbinden. Mit Hilfe des Brick Daemon und dem Softwaremodul Brick Viewer kann anschließend die Konfiguration und Programmierung erfolgen. Ist der Red Brick mit dem passenden Ethernet Brick oder einem WLAN-Stick ausgestattet, dann kann die Programmierung auch über das Netzwerk, konkret via SSH, vorgenommen werden. Für Anwender ohne Linux Kenntnisse ist die Einrichtung des System über die Oberfläche des Brick Viewers von großen Vorteil.

Quellen: Tinkerforge, t3n

Über den Autor

Tony

Ich bin Tony, begeistert von Einplatinencomputer und berichte über meine Erfahrungen und Projekte mit dem Raspberry Pi, Banana Pi und anderen Minicomputern.

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