Raspberry Pi Vorgestellt

Raspberry Pi Zero: Minisystem für 5 US-Dollar

Die Raspberry Pi Foundation veröffentlicht eine neue Version des beliebten Einplatinencomputers, den Raspberry Pi Zero. Das Zero Modell ist eine schlanke Version, angelehnt an die Plus-Modelle der ersten Raspberry Pi Generation, konkret an den Raspberry Pi A+. Der Raspberry Pi Zero kommt mit einem kleineren Formfaktor, einer Höhe von gerade mal 5 Millimeter und bringt die bekannten 40 GPIO-Ports mit. Im Folgenden werden die technischen Spezifikationen näher beschrieben.

Raspberry Pi Zero (Bild: raspberrypi.org)

Raspberry Pi Zero (Bild: raspberrypi.org)

Raspberry Pi Zero

Hardware

Der Raspberry Pi Zero verfügt über den SoC Broadcom BCM2835 und einen ARM1176JZF-S Prozessor (ARM11) welcher mit 1 GHz taktet. Damit ist der gleiche SoC wie bei den Pi-Modellen der ersten Generation verbaut, jedoch mit einer höheren Taktung. Dieser soll im Vergleich 40 Prozent schneller sein. Hinzu kommen 512 MB DDR2 SDRAM ud ein Mini-HDMI Ausgang. Alternativ zur Videoausgabe ist das Board mit Composite Video ausgestattet, jedoch muss der Anwender hier selbst eine entsprechende Buchse anlöten.

Über einen MicroSD-Kartenslot kann wie gewohnt der Raspberry Pi mit einer Distribution genutzt werden. Weiterhin sind zwei MicroUSB-Ports installiert: Einer davon dient zur Stromversorgung, der andere zur Datenübertragung. Die bekannten 40 GPIO-Ports, bekannt von den anderen Plus-Modellen der Raspberry Pi Familie, sind ebenfalls installiert. Allerdings müssen diese auch selbst angelötet werden. Für konkrete Anwendungen und Bastler kann dies durchaus sinnvoll sein um Schaltungen und Komponenten fest anzulöten und hinsichtliches eines Gehäuses Platz zu sparen. Insgesamt besitzt der Raspberry Pi Zero Abmessungen von 65mm x 35mm x 5mm.

In Sachen Konnektivität ist diesmal Fehlanzeige: Ein Ethernet-Port oder drahtlose Funkmodul, beispielsweise ein WiFi-Modul, sind nicht verbaut. Dies kann unter anderem über den MicroUSB-Port nachgerüstet werden. Der Stromverbrauch und die Leistungsaufnahme liegen bei 5 Volt und 140 mA, sprich 0,7 Watt.

  • SoC Broadcom BCM2835
  • CPU: 1GHz ARM11 (40% schneller als Raspberry Pi 1 Modelle)
  • RAM: 512MB DDR2 SDRAM
  • Speicher: MicroSD-Kartenslot
  • Video: Mini-HDMI(1080p60), Composite Video
  • 2 x Micro-USB (Power, Daten)
  • 40 GPIO-Ports (lötbar)
  • Formfaktor 65mm x 30mm x 5mm

Software

Auf dem Raspberry Pi Zero läuft das gewohnte Raspbian und kann gewohnt auf eine MicroSD-Karte geschrieben werden. Scratch, Minecraft und SonicPi können somit ebenfalls an Board sein.

Raspberry Pi Zero kaufen

Der Raspberry Pi Zero wird von den Entwicklern zwar mit 5 US-Dollarn beworben, kostet aber aktuell (Stand 26.11.2015) bei deutschen Händler etwas mehr. Für rund 12 bis 14 Euro kann der Pi erworben werden. Als Händler sind aktuell Rasppishop und Farnell element14 zu nennen. Der Preis wird sich gegebenenfalls auch nach dem Zubehör richten: So kann der Raspberry Pi beispielsweise direkt im Bundle mit dem lötbaren GPIO-Pins angeboten werden. Der aktuelle Preis von knapp 15 Euro ist meiner Meinung nach jedoch erschwinglich.

Zubehör

Für die Anwendung des Raspberry Pi Zero benötigt man natürlich auch einiges an Zubehör. Neben der bekannten MicroSD-Karte und einem MicroUSB-Netzteil braucht man aber diesmal auf Grund der etwas veränderten Schnittstellen ein Mini-HDMI Kabel, sowie ein MicroUSB-Kabel.

Um mehre USB Geräte an den Raspberry Pi Zero anzuschließend, empfiehlt sich der Einsatz eines USB-Hubs. Dadurch können dann einige USB-Geräte verwendet werden. Beispielsweise auch der Edimax WLAN-Stick, um den Pi netzwerkfähig zu gestalten und diesen in ein LAN-Netzwerk einzugliedern.

Quelle: Raspberry Pi Foundation

Über den Autor

Tony

Ich bin Tony, begeistert von Einplatinencomputer und berichte über meine Erfahrungen und Projekte mit dem Raspberry Pi, Banana Pi und anderen Minicomputern.

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