Netzwerk und Server Raspberry Pi

Raspberry Pi fit machen für Handy Tethering

Wer seinen Rasperry Pi nicht nur zu Hause nutzt sondern an verschiedenen Orten online nutzen möchte, ist neben einem Surfstick, mit einem Handy Hotspot gut beraten, denn damit hat man eine kostengünstige und einfache Variante um den Pi unabhängig von der Internet-Anbindung per Mobilfunk-Netz online zu bringen. Die Einrichtung und Installation ist dabei relativ einfach – zumindest wenn man die richtige Hardware verwendet.

Welche Hardware wird benötigt?

Für den Zugriff auf den Hotspot ist ein WLAN Stick am sinnvollsten, der sich einfach mit dem Pi verbinden lässt. Gute Erfahrungen gibt es mit den WLAN Sticks von Edimax (ab etwa 10 Euro) die in zwei Punkten besonders punkten können:

  • geringer Stromverbrauch
  • Treiber bereits vorhanden, werden automatisch erkannt

Die Sticks werden in der Regel einfach per USB Port mit dem Rasperry Pi verbunden.
Prinzipiell ist die Nutzung eine Handy-Hotspots aber auch mit anderen WLAN Sticks notwendig, dann ist die Einrichtung der Sticks aber unter Umständen etwas aufwendiger. Besonders wenn der Kernel noch keine Treiber mitbringt kann es zu größeren Problemen kommen. Einen Überblick über verschiedene WLAN Stick Alternativen gibt es beispielsweise auf www.owerpi.de.

Was sollte man beim Handy und beim Handytarif beachten?

Neben der Hardware für den Pi gibt es auch einige Punkte beim Handy bzw. dem Handytarif die man vor einer Nutzung als Hotspot beachten sollte. Beim Einsatz wird das Datenvolumen über das Handy abgerechnet. Man sollte also in jedem Fall eine Datenflatrate besitzen oder eine passende Flat dazu buchen, sonst kann es bei der Nutzung sehr schnell sehr teuer werden. Entsprechende Tarife gibt es je nach Datenvolumen für 5 bis 20 Euro monatlich. Wer nur sehr selten surft kann auch eine Prepaidkarte für die Abrechnung nehmen.

Darüber hinaus sollte man im Kleingedruckten des eigenen Vertrages nachlesen, ob Tethering erlaubt ist. Bei einigen Anbieter ist das ausgeschlossen und die Nutzung würde somit einer Verstoß gegen die AGB darstellen – auch wenn es nur in den wenigsten Fällen geahndet wird.

Als dritten Punkt sollte man beachten, dass der Einsatz als Hotspot den Handyakku sehr belastet und die Laufzeit des Akkus deutlich reduziert. Je nach Handy sind nach ein bis zwei Stunden die Akkus leer. Man sollte daher für den Einsatz in jedem Fall ein Netzkabel oder zumindest eine Powerbank dabei haben.

Die Einrichtung des WLAN mit dem neuen Netzwerk-Device wlan0

Die Einrichtung des WLAN auf dem Pi erfolgt nach dem gleichen Muster wie die Einrichtung bei jedem anderem WLAN Netzwerk auch. Nach der Erkennung des WLAN Sticks sollte ein neues Netzwerk-Device wlan0 vorhanden sein. Die Abfrage von vorhandenen Netzwerken und dem Hotspot kann man durch folgenden Befehl erreichen:

iwlist wlan0 scan

Die Zugangsdaten trägt man dann in die Datei /etc/network/interfaces ein. Diese sollte so aussehen:

auto lo
iface lo inet loopback
iface eth0 inet dhcp

auto wlan0
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet dhcp
wpa-ap-scan 1
wpa-scan-ssid 1
wpa-ssid „WLAN-NAME“
wpa-psk „WLAN-SCHLÜSSEL“

Den WLAN Namen und den Schlüssel muss man natürlich mit den eigenen Daten ersetzen. Danach muss die Netzwerkaktivität neugestartet werden, damit die EInstellungen wirksam werden. Anschließend kann das WLAN am Raspberry Pi verwendet werden.

sudo service networking restart

Über den Autor

Tony

Ich bin Tony, begeistert von Einplatinencomputer und berichte über meine Erfahrungen und Projekte mit dem Raspberry Pi, Banana Pi und anderen Minicomputern.

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Kommentar

  • […] läuft Windows 10 auch auf den sehr günstigen Raspberry Pi Modellen, auch wenn es gerade bei den Treibern für WLAN und Co. noch nicht klar ist was alles unterstützt […]